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Ticker vom 16. Dezember 2019, 17.30 Uhr

Heute mit Meldungen vom 14., 15. und 16. Dezember 2019

- Warnung vor Banking-Trojaner Emotet

- Fraunhofer-Gesellschaft schützt Kanzleramt vor Cyberspionen

- Microsoft bietet keine Updates mehr für Windows 10 Mobile

- Bundesregierung will Ermittlern Zugang zu Nutzerdaten erleichtern

- EU-Kommissarin befürchtet hohen Energiebedarf durch Internetdienste

Digital & KI

Warnung vor Banking-Trojaner Emotet
(Meldung vom 14. Dezember 2019)
Microsoft warnt vor dem Banking-Trojaner. Dieser sei die gefährlichste Schadsoftware der Welt. Der Trojaner wird über Pishing-Mails verteilt und versteckt sich im Anhang einer E-Mail. Über die Schadsoftware Trickbot warden zudem Onlinebanking-Zugangsdaten ausspioniert. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird auch der Verschlüsselungstrojaner Ryuk auf den Rechner gelotst. Darüber hinaus werden Kontaktinformationen und -beziehungen sowie Kommunikationsinhalte aus E-Mail-Programmen abgegriffen. Zum Schutz davor sollte man Anhänge und Links vor dem Öffnen beim vermeintlichen Absender verifizieren.
Quelle: Redaktion CHIP/DPA
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Fraunhofer-Gesellschaft schützt Kanzleramt vor Cyberspionen
Nach den Cyber-Angriffen 2015 und 2018 auf Bund und Bundestag wird nun zwischen dem Kanzleramt und dem Bundesforschungsministerium ein neuer Datensicherheitsstandard erprobt. Das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft bringt die sogenannte Quantenkommunikation zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein unumgängliches Wirkungsprinzip aus der Quantenphysik. Laut Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer können die Datenleitungen nicht unbemerkt ausgelesen werden. Das Problem der Technologie sind momentan noch beschränkte Reichweiten.
Quelle: com-magazin/ dpa

Devices

Microsoft bietet keine Updates mehr für Windows 10 Mobile
Microsoft stellt den Support für das Betriebssystem Windows 10 Mobile ab sofort ein. Backup-Funktionen werden noch bis zu 12 Monate bereitstehen. Auch Sicherheitspatches werden nicht mehr verteilt. Laut Microsoft sollten die Nutzer die Verarbeitung kritischer Daten oder das Ausführen sensibler Aktivitäten mit den Geräten vermeiden. Außerdem rät die Firma ihren Kunden zum baldigen Erwerb von Geräten mit Android oder iOS. Im Smartphone-Bereich spielt Microsoft damit keine Rolle mehr.
Quelle: com-magazin

Politik

Bundesregierung will Ermittlern Zugang zu Nutzerdaten im Internet erleichtern
(Meldung vom 15. Dezember 2019)
In einem Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums werden Anbieter von Telemediendiensten auf Verlangen zur Herausgabe von Bestands- und Nutzungsdaten verpflichtet. Die neue Rechtsgrundlage findet sich in einem Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. Die geplanten Änderungen beim Telemediengesetz (TMG) beziehen sich auch auf Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten oder die Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kritisiert den Gesetzesentwurf. Die Aufforderung einer Behörde oder Polizeidienststelle würde für die Herausgabe hochkritischer Daten genügen. Ein richterlicher Beschluss sei dann nicht mehr nötig.
Quelle: Golem
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EU-Kommissarin befürchtet hohen Energiebedarf durch Internetdienste
(Meldung vom 15. Dezember 2019)
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, wies auf den enormen Energiebedarf des Internets und die Folgen für den Klimawandel hin. Besonders Dienste mit viel Internetverkehr würden entsprechend viel Energie verbrauchen. Dazu gehörten beispielsweise Youtube, Netflix und Prime Video. Laut dem Stromversorger Eon würden durch Streaming-Plattformen jährlich rund 200 Mrd. Kilowattstunden Strom verbraucht. Besonders die Server-Anlagen und die Kühlung hätten einen hohen Energiebedarf. Dazu kämen die Endgeräte. Der Verbrauch werde in den nächsten Jahren noch steigen. Grund dafür sind neue Anbieter und die Bereitstellung von immer mehr Inhalten mit immer höheren Auflösungen.
Quelle: Golem