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Warum Marktschreier-Marketing keine Strategie ist

Manche Marktakteure sind doch insgeheim noch Marktschreier.

„Jetzt kaufen!“, rufen sie oder „10 Äpfel für den Preis von 30!“ und behaupten, die Kunden würden es so wollen. Konsumenten wollen angeschrien werden, nur so bekäme man ihre Aufmerksamkeit, man müsse lauter sein als die Anderen! Und sie verheimlichen: Wenn alle schreien, ist der Stille König.

Schon in der Schulzeit war Schreien nur eine bedingt kluge Methode, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wer am lautesten brüllte, wer sich am meisten feilbot, war vielleicht bekannt – aber noch lange nicht beliebt. Die Klugen in der Klasse wählten eine andere Strategie: Sie sagten etwas, wenn sie etwas beizutragen hatten. Sie engagierten sich, wenn sie etwas wirklich überzeugte. Sie probierten aus, galten als die „Kreativen“ und verschafften sich damit genau die richtigen Freunde: Menschen, die ehrlich daran interessiert waren, Zeit zu investieren.

Noch heute ist das beste Mittel gegen Planlosigkeit ein Plan. Sich auf den Markt zu stellen, seine Ware lautstark anzupreisen und mit plumpen Versprechungen auf den Kunden einzuprügeln, hat drei Effekte: Die anderen Anbieter fangen auch an zu schreien. Der Kunde ist genervt und schneller enttäuscht. Und bleibt schlussendlich ganz weg.

Kundenkommunikation funktioniert heute so nicht mehr. Wer der König auf dem Markt sein will, braucht zwar nicht unbedingt ein eigenes witziges YouTube-Video, aber er braucht eine Idee. Er brauchte klare Ziele und eine Strategie, wie er sie erreicht. PR-Schaffende sind darin klassischerweise geschult und erfahren. Sie sind der Therapeut und Vermittler unter den Kommunikatoren. Sie schreien nicht, sondern bewegen sich taktisch klug und kommunizieren ganzheitlich. Sie verschleudern keine 10 Äpfel zum x-fachen Rabatt, sondern können die Geschichte jedes einzelnen Apfels erzählen.

Sie sind nicht die Fädenzieher, sondern die Rückenstärker.

Wir sind die Strategen!